IN/OUT - THE UNIVERSE / Ausstellung

Ausstellung vom 2. Februar bis 12. März 2017 im WELTKUNSTZIMMER / Eröffnung Mittwoch, 1. Februar 2017, 19 Uhr


Kartenmotiv: Andreas Gefeller, SV 07, 2012, Inkjetprint, gerahmt 32 x 32 cm, Courtesy Thomas Rehbein Galerie Köln

Ausstellungseröffnung, Foto: N. Schlupp

Besucher vor dem "Endlosen Horizont" von Charles Wilp, Foto: N. Schlupp

Künstler David Fried im Gespräch, Foto: N. Schlupp

Foto: N. Schlupp

Kuratorin Janine Blöß bei der Eröffnungsrede, Foto: N. Schlupp

Ausstellungseröffnung, Foto. N. Schlupp

Ausstellungseröffnung, Foto: N. Schlupp

Besucher vor Charles Wilps "No Rest No Ending", Foto: N. Schlupp

Charles Wilp: Space Lounge, Foto: N. Schlupp

IN/OUT - THE UNIVERSE

Vom 2. Februar - 12. März 2017 // Öffnungszeiten: Do-So jeweils von 14 - 18 Uhr, Eintritt frei

Eröffnung: Mittwoch, 1. Februar 2017, 19 Uhr

im WELTKUNSTZIMMER

Vera Drebusch, David Fried, Andreas Gefeller, Thomas Ruff, Nora Schattauer und
Charles Wilp

Kuratiert von Janine Blöß und Wolfgang Schäfer 

Bei dem beständigen Versuch das große Ganze zu verstehen, versucht der Mensch immer wieder seine (Wahrnehmungs-)Grenzen zu überwinden. Pioniergeist, technischer Fortschritt und die Entdeckung unbekannter Welten haben lange geltende Naturgesetze aus den Angeln gehoben und Blicke in die Weiten des Universums, aber auch auf kleinste, atomare Elemente und mikroskopische Strukturen ermöglicht.

„IN/OUT – The Universe“ zeigt sechs fotografische Positionen, die sich dem Mikro- und Makrokosmos auf vielfältige Weise nähern. Die künstlerischen Arbeiten offenbaren nicht nur poetisch wirkende, entfernte Landschaften und rätselhafte Oberflächenstrukturen aus der Distanz, sie sind auch ein Studium sich verändernder Bedingungen, historischer Ereignisse und Phänomene verschiedenster Lebenswelten. Die Fokussierung auf das Detail, bestehend amorphen Formen und kleinsten, atomaren Elementen ermöglicht die Sichtbarmachung des dem bloßen Auge Unsichtbaren. Bizarre Formationen und molekulare Teile werden mit technischen Bildern erfasst und verweisen auf kleine und große Evolutionen. Schon in der Antike entstanden Erkenntnismodelle zur Erklärung der uns umgebenden Wirklichkeit. Demokrit konnte aus seiner eigenen Imaginationskraft heraus und ohne moderne Technik und Apparaturen erkennen, dass alles den Menschen Umgebende aus kleinsten atomaren Teilen bestehen muss. In der Quantenphysik beruhen einige Grundlagen der heutigen Forschung noch immer auf philosophischen Überlegungen und geistigen Vorstellungen der Antike.

Das Verhältnis zwischen Imagination und der Erweiterung des menschlichen Auges über fotografisch-dokumentarische Verfahren steht im Fokus der Ausstellung. Künstlerische Imaginationsprozesse denken schon früh über das Bestehende hinaus, überschreiten die dokumentarische Abbildung durch eigene Interpretationen und ermöglichen einen Diskurs über weitere Entwicklungen. Wie ändert sich die Wahrnehmung von Welt mit den technischen Möglichkeiten ihrer Dokumenation? Wie reagieren Künstlerinnen und Künstler auf diese sich permanent erweitenden Perspektiven, tiefgehende Einblicke und weitreichende Ausblicke? Die künstlerisch-fotografischen Auseinandersetzungen ermöglicht Formen der Verortung und Erkenntnissuche, die über eine rein naturwissenschaftlich-dokumentarische Untersuchung weit hinausgehen.


Ausgehend von Satellitenaufnahmen, Rasterelektronen-Mikroskopfotografien oder Detailfotos von Erdoberflächen, entwickeln die Künstlerinnen und Künstler ihre subjektiven Bildwelten von Mikro-und Makrokosmos. Die Fortschritte fotografischer Techniken machen Unsichtbares sichtbar, dienen als Ausgangsmaterial und Inspirationsquelle der eigenen künstlerischen Interpretationen. Sie dringen hinein in die tiefsten Schichten atomarer Elemente oder zoomen hinaus in die Weiten des Universums. Poetische Ausblicke in ferne Landschaften und Mikrowelten, visionäre Versuche von Utopien, aber auch der kritische Blick auf Zivilisations-und Wachstumsprozesse, Umweltzerstörung und Krieg regen zum Nachdenken über die Zukunft an. Es wird keinerlei wissenschaftlicher oder dokumentarischer Anspruch erhoben, sondern die Möglichkeit geboten zur freien Assoziation und Auseinandersetzung mit metaphysischen, philosophischen aber auch gesellschaftskritischen Fragen an deren Ende häufig die Konfrontation mit der eigenen Existenz steht.


Veranstaltungsprogramm:

Mittwoch, 1. Februar 2017, 19 Uhr
Eröffnung

Sonntag, 5. Februar, 15 Uhr
Kuratorenführung mit Janine Blöß

Samstag, 11. Februar, 16 Uhr
„Die Welten-Raum-Maschine“
Dr. Schmitt`s DIY Elekronik Workshop

Gemeinsam betreten wir die unsichtbare Welt des akustischen Hyperraums.

>>> weitere Infos

Kosten: 15 € Teilnahmegebühr + 15 € Bauteilkosten

Anmeldung und Rückfragen an: info@weltkunstzimmer.de

Freitag, 17. Februar, 19:30 Uhr
Sci-Fi Kino by Thomas W. Rieger
mit einer Einführung von Lisa Handel (Heinrich-Heine-Universität)
und Orbit Space Disco mit Ralf (Hitsville) und Stefan Yürke

Sonderöffnungszeiten während des Düsseldorf Photo Weekends:
3. Februar, 18.00 – 21.00 Uhr
4. Februar, 12.00 – 20.00 Uhr
5. Februar, 12.00 – 18.00 Uhr


Mit freundlicher Unterstützung von: