SUBLIME AND SUBMISSION

Eröffnung: 13. Juni 2014 / 19.00 Uhr Ausstellungsdauer: 14. Juni - 19. Juli 2014 Öffnungszeiten: Do-So 14.00 - 18.00 Uhr Eintritt frei.


Christian Keinstar, o.T. Videoperformance. (links) Foto: Astrid Piethan

Dan Dryer, Grid. Installation. Foto: Astrid Piethan

Notburga Karl, Do not touch me. Videostill. Foto: Astrid Piethan

Thomas Trinkl, Foto: Astrid Piethan

Notburga Karl, Donuts. Filmspuren einer motorisierten Intervention. Foto: Astrid Piethan.

Dan Dryer, Counterpoise. Installation. Foto: Astrid Piethan

Dan Dryer, Unfold Backfold. Video. Foto: Astrid Piethan

Yukako Ando
Anja Ciupka
Dan Dryer
Notburga Karl
Christian Keinstar
Thomas Trinkl

Rauminterventionen sind das Resultat einer intensiven Auseinandersetzung der etablierten und aufstrebenden Künstler mit den urbanen, sich im Bau befindlichen, offenen Flächen einer ehemaligen Backfabrik. In ihrer Raumästhetik löst die verschmutzte, düstere und historisch aufgeladene Architektur tiefe Faszination aus und begreift sich gleichzeitig als Herausforderung für die Bespielung. Das Areal der 1910 von Carl Moritz in Düsseldorf erbauten Backfabrik der Konsum Genossenschaft ist seit ihrer Schließung 1973 Gegenstand andauernder subkultureller Überschreibungen geworden. Neben einer bekannten Mietdisko beherbergten die Räume eine Bar des Moto-Clans Düsseldorf, samt Schießanlage und diverse andere angesammelte Provisorien und Kuriositäten menschlicher Leidenschaften.

Das Spiel mit den Kräften und dem Widerstand zieht sich als rote Linie durch die Arbeiten und Thesen der Künstler, deren Zusammenkunft die Ausstellung Sublime and Submission evoziert. Submission bedeutet in der Übersetzung sowohl Unterwürfigkeit (human obedience) als auch die Vorlage im Sinne eines Entwurfs. Die Künstler nähern sich dieser zweifachen Verankerung des Begriffes unter (oftmals aufwändig inszeniertem) Einsatz ihres Körpers und ihrer Autorenschaft in raumgreifenden Interventionen und skulpturalen Gesten an. Der Fetischcharakter, der die entstehenden Arbeiten zu durchdringen scheint, kann ebenfalls als Konsequenz dieser Wegbewegung des Künstlers vom Objekt im Zuge des Ent- und des Unterwerfens verstanden werden.

Um Bewegung im wörtlichen Sinne geht es in der Arbeit des Tänzers und Choreographen Yukio Suzuki. In seiner Performance „EVANESCERE“ (lat.: verschwinden) offenbart Suzukis geschmeidiger Körper immer wieder verändernde Intentionen, die scheinbar aus sich heraus inneren, organischen Impulsen folgen. Freigesetzt von seinem Körper, füllt Suzukis physische Energie den gesamten Raum.

Zur Ausstellungseröffnung spricht Kay Heymer eine Einführung und es gibt Musik von Bass Jog, dem Projekt der beiden Sonig Künstler DJ Elephant Power und F.X.Randomiz. Seit einigen Jahren schon vergraben sich die beiden regelmäßig in geheimen Brüsseler Keller Studios, um an ihrer ganz eigenen Interpretation tanzbarer Musik zu arbeiten. Wir freuen uns auf energiegeladene Sounds und eine spannende Ausstellung!

 

Rahmenprogramm:

13. Juni / 19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung mit Einführung von Kay Heymer und Musik

von Bass Jog (DJ Elephant Power & F.X.Randomiz)

Video-Electronic Music Collaboration mit John Kameel Farah und Notburga Karl

 

22. Juni / 20.00 Uhr

EVANESCERE - Butoh-Performance von Yukio Suzuki

Eintritt: 5 Euro

Mehr Infos hier

 

19. Juli 2014 / 19.00 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch und Konzert von Gregor Schwellenbach

Gregor Schwellenbach - Rhodes:

Musik für Fender Rhodes von Aphex Twin, Johann Sebastian Bach, John Cage, Mike Ink, Arvo Pärt, Alessandro Marcello, Joni Mitchell, Erik Satie, Karlheinz Stockhausen, Superpitcher, Triola und Gregor Schwellenbach

Gregor Schwellenbach ist Komponist und Multiinstrumentalist aus Köln. Seine Musik ist in Kino, Fernsehen, Hörspielen und Theater zu hören.
Zuletzt wurde seine Komposition für computergesteuerte Orgel und 300 Smartphones im Köln Dom aufgeführt.
Sein kammermusikalisches Tribute-Projekt "Gregor Schwellenbach spielt 20 Jahre Kompakt" ist in der Sparte "Bestes Experiment" für den VIA! VUT Indie Award 2014 nominiert.

soundcloud.com/<wbr />gregor-schwellenbach

 

Hier geht's zur Fotodokumentation der Ausstellung.

 

Mit freundlicher Unterstützung von     

 

www.mx-schule.de