CALL FOR ENTRIES: Urban Space Video Walk 2017

Bewerbungsfrist: 20. August 2017


Foto: Anika Füger

Kurzfilme und Videos gesucht für den 3. Urban Space Video Walk!

Thema: common space/private property

Bewerbungsfrist: 20.08.2017
Urban Space Filmpreis: 1.000 Euro & Publikumspreis: 350 Euro
Veranstaltung: Samstag, 23. September 2017

Einsendungen sind als DVD per Post oder als Dateidownload im Format .mp4 oder .mov per Mail möglich.

Bewerbungen, Rückfragen und weitere Infos über: info(at)weltkunstzimmer(dot)de


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Für den dritten Urban Space Videowalk sind alle Filmemacher_innen, Videokünstler_innen und Freund_innen des bewegten Bildes eingeladen, Kurzfilme zum Thema „Gemeinschaft“ und „Privatheit“ einzusenden. Die Beiträge sollten einen direkten Bezug zum Thema erkennbar machen. Ausgewählte Arbeiten qualifizieren sich für ein Screening im urbanen Raum. Die Veranstaltung findet am Abend bei Einbruch der Dämmerung an verschiedenen Orten in Düsseldorf statt. Ausgewählt durch eine Fachjury und dem Publikum werden der „Urban Space Filmpreis“ im Wert von 1.000 Euro sowie ein Publikumspreis in Höhe von 350 Euro verliehen. Die Filmvorführungen sind ohne Eintritt und für jeden (auch zufälligen) Besucher offen. Eine kurze Einführung in den jeweiligen Kurzfilm kann vorab gegeben werden. Die Verleihung des „Urban Space Filmpreises“ findet am Ende im WELTKUNSTZIMMER statt, wo der Gewinnerfilm nochmals gezeigt wird und ein Barbecue mit Musik für die Versorgung der Gäste sorgt. Für anreisende Filmemacher*innen und Künstler*innen stehen begrenzt Unterbringungsmöglichkeiten in unseren Gästezimmern zur Verfügung.

Der dritte Urban Space Videowalk „common space/private property“ beleuchtet Gemeinschaft und Privatheit aus unterschiedlichsten Perspektiven. Zwischen privatem und öffentlichem Austausch, nomadischen und sesshaften Lebensformen, temporären und dauerhaften Beziehungen, individuellen und kollektiven Interaktionen, fest organisierten oder lose verbundenen Gruppen schwankt die Bandbreite urbaner Begegnungen. Was bedeuten sie für den Einzelnen und das gesellschaftliche Zusammenleben? In welchen gemeinschaftlichen und privaten Räumen, globalen und lokalen Communities, sozialen Netzwerken und Nachbarschaften leben wir heute? Welche Räume, welches Wissen, welche Werte und welche Ressourcen werden gemeinschaftlich geteilt und in welchen Bereichen wird Privatsphäre wichtig? Welche privaten Rückzugsmöglichkeiten und Schutzräume sind nötig und was bedeutet eigentlich „privat“ in Bezug auf das Individuum und den Raum? Welche Kollaborationen sind in Räumen der Allmende realisierbar und wo können Konflikte entstehen?

Im urbanen Kontext ist gemeinschaftlicher Raum häufig geprägt durch kollektive Organisations- und Nutzungsformen, offene Zugänge und Praktiken des Teilens und Teilhabens. Anders als die - häufig auf Experiment angelegten - offenen Gemeinschaftsräume, sind private Räume nur einzelnen Personen oder Gruppen unter bestimmten Bedingungen zugänglich. Der Anspruch auf privaten Raum kann aber ebenso auch Abgrenzung, Ausschluss und Anspruch auf materielles oder geistiges Eigentum bedeuten. Oftmals verbunden mit Exklusion, Vereinzelung und Kontrolle bilden Gated Communities, simulierte und überwachte Öffentlichkeiten Ausdrucksformen urbaner Privatisierungstendenzen, die auch das gemeinschaftliche Zusammenleben maßgeblich prägen. Welche Formen von alternativen Ökonomien, diskursiven Öffentlichkeiten, Commoning- und Sharingstrategien sind in Städten möglich und wo werden Räume zunehmend privatisiert, kommerzialisiert und überwacht? Welche Formen der Aneignung, Besetzung und Verhandlung finden in beiden Bereichen statt?

Bei unserem nächtlichen Stadtspaziergang werden wir mit temporär installierten Pop-Up Kinos Orte urbaner Gemeinschaft, Genossenschaft und Begegnung besuchen, beschauliche Privatbereiche entdecken, aber auch vereinnahmte, verlassene und verschlossene Orte filmisch beleuchten und so die Grenzen zwischen gemeinschaftlichem Leben und privaten Räumen neu ausloten.

Kuratiert von Janine Blöß

Projektassistenz: Viktoria Hellfeier, Yannick Böhm

 

Gefördert durch: